Beschusshemmung FB7 - erfolgreich geprüft

06. August 2014

Die Konstruktion bestand aus einem Pfosten- und Riegelprofil  RP1806, in der eine Verglasung mit 76 mm starkem Panzerglass  - Flachglas Allstop® Security der Widerstandsklasse BR 7-NS-11- der Firma Flachglas Wernberg integriert wurde. Da das verwendete Glas bereits entsprechend der EN 356 (durch Axthiebe und Stahlkugelpendel) klassifiziert ist, erfolgt der Beschuss ausschließlich in den Bereichen der Anbindung des Verglasung an die Pfosten-Riegelkonstruktion wie dem Glaseinstand, Falzraumbelüftung, Kreuzpunkte der Andruckleisten usw. Besonderer Augenmerk wird auf die Schwachstellen des Gesamtsystems gelegt, in diesem Fall der Schrägbeschuss durch den Bereich Andruckleiste/  Glasfalz. Aber auch hier hielt das System was es versprach – kein durchkommen des Hartmantelgeschosses.

Wie bereits erwähnt handelt es sich beim dem Geschos um ein Vollmantelspitzkopfgeschoss mit Stahlhartkern, auch bekannt als Full Metall Jacket, Kaliber 7,62 x 51 mm (Kalaschnikow). Der Prüfkörper wird auf ein 3-Dimensional beweglichen Traggestell montiert und aus einer Entfernung von 10m an vorher genau definierten (augenscheinliche) Schwachstellen jeweils 3 mal beschossen.  Die Geschossgeschwindigkeit der speziell für diesen Zweck im Beschussamt Ulm hergestellten Munition beträgt ca. 820 m/s.

 

Verglasungs- bzw. Fassadensysteme dieser, höchsten Klassifizierung in der Beschusshemmung, kommen im Objekt- und (vor allem) Personenschutzes zum Einsatz, zu nennen sind Banken, Regierungsgebäude, Polizei- und Kontrollstationen.

 

Mit der bestandenen Beschussprüfung baut RP Technik die Multifunktionalität des Fassadensystems RP-ISO-hermetic weiter aus - fast ohne Veränderung zum Standardsystem können die höchstmöglichen Klassifizierungen sowohl im Bereich Brandschutz (EI120)  und Beschuss (FB7) erreicht werden