Revitalisierung des Eiffel-Gebäudes

13. Mai 2018

Das Eiffel-Gebäude wurde 1928 bis 1941 am Rande des Zentrums von Maastricht  vom niederländischen Keramikhersteller Royal Sphinx erbaut. Der mehrstöckige Industriekomplex besteht aus drei Fabrikgebäuden und entspricht der Industriearchitektur der damaligen Zeit. Aufgrund seiner bau – und stadthistorischen Bedeutung steht das Gebäude bereits seit 1996 unter Denkmalschutz.

Im Jahre 2006 wurde die Produktion der Sanitärkeramik verlagert. Seither ist das historische Fabrikgelände ungenutzt, worunter der bauliche Zustand der Gebäude zusehends litt.

Für die Revitalisierung des Eiffel-Gebäudes wurde ein Gesamtkonzept mit neuer Nutzungsperspektive  unter Einhaltung des Denkmalschutzes und aktuellen, energetischen Anforderungen erarbeitet.

 

Der Bauherr und Generalunternehmer entschieden sich für den Einsatz des Werkstoffes Stahl und somit für das hochwärmedämmende, schlanke Stahlfenstersystem RP-ISO-FINELINE. Die feingliedrigen und schmalen Stahlprofile eignen sich ideal für den Einsatz in denkmalgeschützten Gebäuden oder in Häusern mit erhaltenswerter Bausubstanz.

Das thermisch getrennte Profilsystem bietet Platz für hochwärmedämmende Zwei- und Dreifachisolierverglasungen, scharfkantige Profilecken analog der historischen Vorbilder, den Einsatz langlebiger Gummi-Dichtprofile sowie verdeckt liegender Drainageöffnungen ohne störende Kunststoffteile auf den Sichtflächen. Ansichtsbreiten ab filigranen 25 mm sind mit den RP-ISO-FINELINE-Profilen möglich.  Allein dank der hohen Stabilität des Werkstoffes Stahl ließen sich Fensterkonstruktionen ermöglichen, die sowohl filigran als auch hochfest sind.

Insgesamt wurden  in der Fassade des Eiffel-Gebäudes 494 Fensterwandelemente verbaut.

Das Eiffel-Gebäude veranschaulicht die gelungene Konversion von einem brach liegenden Industriekomplex, hin zu einem lebendigen Treffpunkt  mit modernen Wohn- und Geschäftsräumen.

Im Vordergrund steht hierbei ein Studentenhotel mit 378 vollmöblierten  Zimmern, die überwiegend an internationale Studenten vermietet werden.

 

Bautafel:

Architekt: Braaksma & Roos Architekten Maastricht

Metallbauunternehmen: Smits Gemert B.V.

Generalunternehmer: BAM Bouw en Techniek – Regio Maastricht

Bauherr: Belvédère WOM B.V.